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07.09.2026 - Erlebnispädagogik. Eine Radltour für Betreute der Wohngruppen.


Aktives Handeln, eigene Grenzen erleben, Verantwortung übernehmen und Erlebnisse reflektieren.

Mächtig stolz auf ihre vollbrachten Leistungen quittierten die Mädchen und Jungen ein erlebnispädagogisches Radl-Wochenende einstimmig mit „…meeega!“. Und auch das Feedback der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war eindeutig: „…rundum gelungen…“, „…absolut erfolgreiche Aktion!“.
Für sechs Kinder und Jugendliche aus den heilpädagogischen Wohngruppen war es ein ganz besonderes Highlight im Frühsommer – eine erlebnispädagogische Wochenendaktion, durchgeführt von geschulten Betreuerinnen und Betreuern der Einrichtung.

Plan der Gruppe war eine Radltour, von Schongau zurück nach Freising zu den Wohngruppen, entlang des „Ammer-Amper-Radwegs“, ca. 120 Kilometer. Mit Bahn-Anreise nach Schongau und zwei Übernachtungen auf Campingplätzen an Ammersee und Ampersee.

Bei schönstem Sonnenschein und bepackt mit dem notwendigen Equipment ging es dann endlich los, voller Vorfreude. Bei manch einem jungen Menschen schlich sich zaghaft der Gedanke „…schaffe ich das überhaupt?“ ein.
Von der Realität eingeholt war die Gruppe - wie auch jeder Einzelne - in ihrer Flexibilität gefordert. Unvorhergesehene Herausforderungen erforderten immer mal wieder ein schnelles Umdisponieren und Anpassen des ursprünglichen Plans. So auch gleich zum Start der Radltour, mit der Nachricht über den Zugausfall aufgrund einer Vollsperrung der Gleisanlage. Später die Suche eines Ausweichcampingplatzes, zusätzliche Pausen aufgrund der extremen Hitze, ein plötzliches Gewitter, und für die letzten Kilometer schwand die Kraft bei dem Jüngsten.

Und dann waren sie da, in der Ferne auf einer Anhöhe die Türme des Freisinger Doms. Bei allen lösten diese große Freude, Stolz und Erleichterung aus. "Wir haben es geschafft!"

Ein erlebnispädagogisches Wochenende, das noch lange positiv nachwirken wird.
Erlebnispädagogik, der Gedanke dahinter…
Ein wertvoller Ansatz die Kinder und Jugendlichen ganzheitlich zu fördern. Körperliche Herausforderung, Durchhaltevermögen, emotionale Reflexion und soziales Lernen - die idealen Voraussetzungen, um die persönliche Entwicklung der jungen Menschen zu unterstützen.
Erlebnispädagogische Aktivitäten helfen, das Selbstvertrauen zu stärken, Teamarbeit zu fördern und wichtige soziale Kompetenzen zu entwickeln. Sie heben sich vom alltäglichen Leben ab und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Diese Erlebnisse haben das Ziel, nachhaltig zu wirken und die im Lernprozess gewonnenen Fähigkeiten in den Alltag zu integrieren. Der Erfolg ist stark an die Freiwilligkeit gebunden.
Die professionelle Begleitung durch erfahrene pädagogische Fachkräfte ist dabei unerlässlich und spielt eine zentrale Rolle, um den Teilnehmenden eine maximale Lernmöglichkeit zu bieten, ohne sie dabei zu überfordern.

 
Text und Fotos: JHK